2019 Orientierungs-Weltcup in Laufen, 29.9.2019


Die internen Qualifikationen im Turnverein Dornach für den Weltcup-OL in Laufen haben nur Christian Schlatter und ich überstanden. Darum haben wir uns entschlossen als Team zu starten.

Wir sind in der Kategorie National, mittel, offen, gestartet. Die Ausrüstungskontrolle bei der Anmeldung konnte uns nicht nervös machen. Den Kompass hatten wir vergessen, ebenso eine Uhr. Die langen Läuferhosen sowie die Stollenschuhe sind ebenfalls zu Hause geblieben.

Beim Start am «Stürmenchopf» wurden wir optimal von Nicole Eggs betreut und motiviert. Die Laufstatistik hat gezeigt, dass wir bis zum Posten 2 (von 15) mit den besten mithalten konnten. Nach Posten 2 wäre ein Kompass (falls man weiss, wie der zu benutzen ist) hilfreich gewesen.

Nach Durchquerung des ersten Brombeerfeldes schrien unsere Knochen nach langen Hosen und Schienbeinschoner. Posten 4 haben wir total verhauen, aber nach über 15 min doch noch gefunden. Bis zum Posten 9 waren wir dann im Flow – alle Posten wurden von Christian locker angelaufen.

Beim Posten 9 sind wir durch den Wald geirrt und fanden mehrere Posten, die nicht zu unserer Bahn gehörten. Schlussendlich erbarmte sich eine charmante Dame und zeigte uns unseren Posten. Als Gegenleistung haben wir Ihr gezeigt, wo sich ihr Posten befand.

Auf einigen Umwegen kämpften und stolperten wir bis zum letzten Posten. Nach einem gewaltigen Schlussspurt sind wir freudestrahlend ins Ziel eingelaufen.

Zurück im Wettkampfzentrum wurde unser Chip von einer netten Dame ausgewertet, die die ganze Zeit den Kopf schüttelte und grinste. Alle Posten in der richtigen Reihenfolge angelaufen und quittiert – alles richtig gemacht – aber im Ziel vergessen den Einlauf zu quittieren (was für Deppen) – Disqualifikation – gewaltiger Schock.

Nachmittags unterstützten wir die Welt-Cup Elite im Städtli. Großartige Stimmung. Exzellenter Anlass.

Fazit: herrliches Wetter, hervorragende Betreuung am Start, verbesserungswürdige läuferische Leistung, überragende Kartentechnik ohne Kompass (hat aber nichts genützt), taktisch schwach (man sollte versuchen möglichst schnell zum nächsten Posten zu laufen), Rückstand auf die Siegerzeit – knappe 30 Minuten!!! toller Anlass mit über 1200 TeilnehmerInnen.

Fritz Voegtli

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